Mit der Projekt-Reihe "Rückeroberung" wird eine anonyme Quartierstrasse zum Raum für Austausch, Spiel und Begegnung der Anwohnerinnen und Anwohner. Diese sollen sich nicht mehr als Opfer des Verkehrs erleben, sondern sollen befähigt werden, ihre eigene Umgebung mitzugestalten.
Der motorisierte Verkehr wird weder verdrängt noch verboten, vielmehr erlernen die Anwohnerinnen und Anwohner anhand der "Rückeroberung", mit der Situation auf der Strasse umzugehen. Aufgrund gesetzlicher Möglichkeiten und mit einfachen Hilfsmitteln wird ein Nebeneinander von Verkehr und Quartierleben möglich. Die "rückeroberte" Strasse zeichnet sich nicht durch Signalisation und Verbote aus, sondern durch die Haltung und Handlungen ihrer Anwohnerinnen und Anwohner.
Die „Rückeroberer“ interpretieren den Raum ihrer Strasse neu und gestalten ihn so um. Das praktische Nachleben der Neuinterpretation verändert die Bedeutung der Strasse für alle die sich darauf bewegen, auch die Automobilisten.